Kanalisationsprojekte

Für neue und vollständig erneuerte Leitungen inkl. Normal- und Sonderbauwerke gilt die Norm SIA 190.

Genehmigung von Projekten

Öffentliche Kanalisationen oder private Kanalisationen, die auch öffentlichen Zwecken dienen, benötigen eine Genehmigung durch den Kanton (Art. 10, 11 und 45 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer, § 20 des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer und § 31 der kantonalen Gewässerschutzverordnung).

Verschiedene Gemeinden verfügen über die Befugnis zur Erteilung von Projektgenehmigungen gemäss § 20 Abs. 2b des Einführungsgesetzes zum Gewässerschutzgesetz. Damit die Delegation erfolgen kann, müssen die Gemeinden folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • ein Bauamt oder eine zuständige Kontrollstelle (Gemeindeingenieur) mit kompetenten Fachleuten im Tiefbau und der Siedlungsentwässerung
  • eine Stellvertretung - damit nicht die Kontrollstelle das eigene Projekt prüft
  • regelmässiger Besuch der einschlägigen Fachkurse und Fachtagungen der Dienststelle Umwelt und Energie, des VSA und von weiteren Fachverbänden

Übersicht der zur Erteilung von Projektgenehmigungen befugten Gemeinden 

Bei Projekten, die von der Dienststelle Umwelt und Energie bewilligt werden müssen, sind folgende Unterlagen bei der Dienststelle für Raumentwicklung, Wirtschaftsförderung und Geoinformation (rawi) einzureichen:

 
Prüfung von Projekten

Wenn ein Kanalisationsprojekt vorliegt, werden folgende Kriterien geprüft:

  • Übereinstimmung mit dem Generellen Entwässerungsplan (GEP)
  • Übereinstimmung mit Gestaltungsplan
  • Notwendigkeit von Sonderbewilligungen
  • Sind bessere Varianten möglich?
  • Dimensionierungsgrundlagen: Regenspende, Abflusskoeffizienten usw.
  • Hydraulik (Trockenwetter- und Regenwetterbetrieb, Ablagerungen, Energielinien, Rückstau usw.)
  • Unterhaltsfreundliche Konstruktion von Schächten und Spezialbauwerken
  • Vorgesehenes Baumaterial
    (Verhalten bei aggressiver Abwasserart, Lebensdauer), Baugrund und Statik
  • Einhaltung von Normen und Richtlinien von VSA, SIA und weiteren Fachverbänden sowie Richtlinien unserer Dienststelle