Genereller Entwässerungsplan (GEP)

Langjährige Erfahrungen mit der Generellen Entwässerungsplanung zeigen: Die Abwasserentsorgung im Kanton Luzern soll künftig ganzheitlicher und in grösseren Einheiten organisiert sein. Dazu stützt sich der Kanton auf die schweizweit anerkannten Musterpflichtenhefte für GEP-Nachführungen. Diese modernisieren die bestehenden Planungen und führen sie in rollende Gesamtplanungen über, mit Fokus auf die gesamten ARA-Einzugsgebiete.

Aus Erfahrungen lernen

Es lohnt sich, von der 20-jährigen Arbeit mit dem GEP zu profitieren. Die Erfahrungen lassen Schwachpunkte erkennen, welche es bei künftigen Aktualisierungen des GEP zu verbessern gilt. Sie geben jedoch auch einen guten Überblick über die Gesamtheit der Entwässerungsanlagen und den Wert, den es zu erhalten gilt.

Die Qualität der Entwässerungsplanung in den Gemeinden ist sehr unterschiedlich. Oft ist die Koordination zwischen dem kommunalen GEP und dem Verbands-GEP ungenügend. Teilweise wurden auch Fragen vernachlässigt, welche die Finanzierung, die Datenbewirtschaftung oder die Organisation betreffen.

Neu: Musterpflichtenheft für die GEP-Nachführung

Eine Nachführung des GEP soll künftig auf dem neuen VSA-Musterpflichtenheft basieren. Die GEP-Arbeiten werden damit nach den Vorgaben des Verbandes Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) organisiert.

Das Musterpflichtenheft konkretisiert die kantonale Strategie der Abwasserbeseitigung und modernisiert die bestehende Entwässerungsplanung. Es enthält strukturelle Neuerungen für die Nachführung bzw. Ergänzung eines GEP. Es präsentiert aber auch neue Inhalte. Die bisher statische Planung verläuft neu rollend. Wo bisher über ein Gemeinde- oder Verbandsgebiet geplant wurde, geschieht dies neu über das gesamte ARA-Einzugsgebiet.

Die Planung wird neu in zeitlich und inhaltlich unabhängigen Teilprojekten bearbeitet, mit einer periodisch durchgeführten Gesamtschau. Anstelle der Vorprojekte gibt es den Massnahmenplan (vgl. Grafik).

Zeitachse

bisher: statische GEP-Planung

Zeitachse Massnahmenplan

neu: GEP-Planung in zeitlich und inhaltlich unabhängigen Teilprojekten

Die Teilprojekte können neu auf der zweckmässigsten Stufe bearbeitet werden - einige auf Stufe ARA-Einzugsgebiet, andere durch die Gemeinden selbst, anhand der Vorgaben bezüglich Organisation, Bearbeitungsumfang und Datenverwaltung. Der ARA-Verband ist die Trägerschaft und hat die Gesamtleitung inne. Er fasst die Resultate der einzelnen Bearbeitungen zusammen.

So entsteht eine Planung mit zuverlässig aufeinander abgestimmten Daten - durchgehend und gleichbleibend im ganzen ARA-Einzugsgebiet und die Gemeindegrenzen überschreitend koordiniert. Dies spielt bei der Netzbewirtschaftung eine wichtige Rolle, aber auch im Umgang mit der Hochwasserproblematik.