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Umwelt und Energie

Genereller Entwässerungsplan (GEP)

Langjährige Erfahrungen mit der Generellen Entwässerungsplanung zeigen: Die Abwasserentsorgung im Kanton Luzern soll künftig ganzheitlicher und in grösseren Einheiten organisiert sein. Dazu stützt sich der Kanton auf die schweizweit anerkannten Richtlinien zur GEP-Bearbeitung und Nachführung. Diese modernisieren die bestehenden Planungen und führen sie in rollende Gesamtplanungen über, mit Fokus auf die gesamten ARA-Einzugsgebiete.

GEP-Teilprojekte

Die Erarbeitung des GEP erfolgt rollend und wird Teilprojekten gegliedert. Die Teilprojekte können neu auf der zweckmässigsten Stufe bearbeitet werden - einige auf Stufe ARA-Einzugsgebiet, andere durch die Gemeinden selbst. Idealerweise werden auf Verbandsebene im Mindesten Vorgaben betreffend Gesamtleitung, Organisation und Datenbewirtschaftung erarbeitet, welche es bei der Erarbeitung der kommunalen GEP zu beachten gilt. Zudem laufen die Informationen aus den kommunalen GEP wieder beim Verband zusammen, sodass ein Gesamtbild über das gesamte ARA-Einzugsgebiet entsteht. So entsteht eine Planung mit zuverlässig aufeinander abgestimmten Daten - durchgehend im ganzen ARA-Einzugsgebiet und die Gemeindegrenzen überschreitend koordiniert. 

Neue kantonale GEP-Richtlinie und Wegleitung GEP 

Eine GEP-Überarbeitung soll auf der neuen kantonalen GEP-Richtlinie und der entsprechenden Wegleitung basieren. Die GEP-Arbeiten stehen damit im Einklang mit den Vorgaben des Verbands Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA). Im Jahr 2025 hat der VSA den neuen GEP-Leitfaden veröffentlicht. Dieser steht auf der Webseite des VSA kostenlos zur Verfügung.

Kantonale GEP-Richtlinie
Kantonale Wegleitung GEP

Merkblätter:

Berechnungszustände
Informationen Einleitschema
Niederschlagsmessstationen

Genehmigung

Sowohl das Pflichtenheft für die GEP-Überarbeitung, wie auch die Teilprojekte sind bei der Dienststelle uwe zur Vorprüfung und Genehmigung einzureichen.

Für die Prüfungen ist genügend Zeit einzuplanen:
Vorprüfung/Genehmigung Pflichtenheft: je ca. 2 Monate
Vorprüfung/Genehmigung GEP Teilprojekte: ca. 6 Monate

 

Kantonaler GEP-Check

Im Kanton Luzern werden künftig regelmässig kantonale GEP-Checks bei allen Gemeinden und Abwasserverbänden durchgeführt. Die GEP-Checks finden voraussichtlich alle fünf Jahre statt. Gemeinsam analysieren wir Ihren aktuellen Stand bei der Siedlungsentwässerung, identifizieren Stärken und decken potenziellen Handlungsbedarf auf. Der GEP-Check bietet den Gemeinden die Möglichkeit, Fragen und Anliegen direkt mit dem Kanton zu besprechen und auf Herausforderungen hinzuweisen.

Mit dem kantonalen GEP-Check wollen wir:

  • prüfen, ob der Generelle Entwässerungsplan (GEP) aktuell ist und planmässig umgesetzt wird,
  • frühzeitig erkennen, wo bei der Siedlungsentwässerung Handlungsbedarf besteht,
  • den Austausch zwischen Kanton, Gemeinden und Abwasserverbänden fördern,
  • erfahren, welche Herausforderungen und Fragen die Gemeinden und Abwasserverbänden beschäftigen,
  • die Bedürfnisse der Gemeinden und Abwasserverbände aufnehmen und in die weitere Arbeit des Kantons einfliessen lassen.

Die Gemeinden und Abwasserverbände werden im November 2026 schriftlich über die geplanten kantonalen GEP-Checks (inkl. ungefährer Zeitplan) informiert. Die ersten kantonalen GEP-Check finden 2027 statt.

Damit allfällige Leistungen des GEP-Ingenieurs rechtzeitig eingeplant und budgetiert werden können, informieren wir die Gemeinden und Abwasserverbände im Vorjahr über den geplanten GEP-Check.

Im Jahr des geplanten kantonalen GEP-Checks erhalten die Gemeinden und Abwasserverbände ein Einladungsschreiben mit einem Fragenkatalog und Informationen dazu, welche GEP-Daten und Unterlagen benötigt werden.

Fragekataloge:

Fragenkatalog für Gemeinden
Fragenkatalog für Abwasserverbände