Energiestadt

Das Label Energiestadt wird jenen Gemeinden verliehen, welche eine nachhaltige kommunale Energiepolitik vorleben und umsetzen. Energiestädte fördern erneuerbare Energien, umweltverträgliche Mobilität und setzen auf eine effiziente Nutzung der Ressourcen. 2017 wohnten 72 Prozent der Bevölkerung im Kanton Luzern in einer mit dem Energiestadt-Label ausgezeichneten Gemeinde. 56 von 83 Gemeinden waren Mitglied im Trägerverein Energiestadt.

Die sieben Schritte zur Energiestadt

  1. Mitgliedschaft im Trägerverein
    Die Mitgliedschaft im Trägerverein berechtigt die Gemeinde zur Teilnahme am regelmässigen Erfahrungsaustausch und beinhaltet ein jährliches Gespräch mit dem Energiestadtberater bzw. der -beraterin.

  2. Bestandesaufnahme
    Der aktuelle Stand in der Gemeinde wird in sechs Massnahmenbereichen erhoben. Ein erstes Aktivitätenprogramm entsteht.

  3. Umsetzung von Massnahmen
    Abhängig vom Ergebnis der Bestandesaufnahme ist die Umsetzung einzelner oder mehrerer Massnahmen notwendig (Umsetzungsdauer ein bis drei Jahre).

  4. Zertifizierung
    Wird die Limite von 50% der möglichen Punkte erfüllt, so kann die Gemeinde das Label "Energiestadt" beantragen. Im Rahmen der Zertifizierung beschliesst der Gemeinderat ein Aktivitätenprogramm für die nächsten vier Jahre.

  5. Umsetzung von Massnahmen
    Die im Aktivitätenprogramm geplanten Massnahmen werden umgesetzt.

  6. Jährliche Erfolgskontrolle
    Im Gespräch mit dem Energiestadtberater bzw. der -beraterin wird die Umsetzung der geplanten Massnahmen überprüft.

  7. Re-Audit
    Vier Jahre nach der Zertifizierung erfolgt das Re-Audit. Die Bestandesaufnahme wird aktualisiert, und der Gemeinderat beschliesst ein weiteres Aktivitätenprogramm.