Schiessanlagen

Im Kanton Luzern gibt es rund 150 Schiessanlagen (300 m-, 50 m-, 25 m- und Jagdschiessanlagen). Durch den meist jahrzehntelangen Schiessbetrieb ist bei den Kugelfängen der Boden mit Blei und Antimon belastet. Aufgrund dieser Belastung wurden alle Schiessanlagen im Kataster der belasteten Standorte (KbS) eingetragen. Bei über 40 der Schiessanlagen wurde bereits eine Sanierung durchgeführt bzw. besteht ein Sanierungsprojekt mit altlastenrechtlicher Untersuchung des Standorts.

Durch belasteten Boden können Menschen und Tiere gefährdet werden, wenn sie den Boden oder auf ihm wachsende Pflanzen aufnehmen. Ausserdem können Blei und Antimon ins Erdreich ausgewaschen werden und Grundwasser oder Oberflächengewässer verunreinigen.

Ob ein dringender Handlungsbedarf besteht und eine Sanierung an die Hand genommen werden muss, oder ob die bereits getroffenen Massnahmen (z.B. Einzäunung, Nutzungseinschränkung) ausreichen, muss für jede Schiessanlage individuell abgeklärt werden. Bei der Stilllegung stellt sich die Frage, ob der Kugelfang im Hinblick auf die künftige Nutzung saniert werden muss.

Für Schiessanlagen hat der Kanton Luzern folgende Fristen festgelegt:

  • Frist bis Ende 2020 für die Umrüstung auf künstliche, emissionsfreie Kugelfangsysteme (KKF) derjenigen Schiessanlagen, die weiterhin in Betrieb bleiben (auch nicht sanierungsbedürftige).