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Bodenkarte

Aktuelle bodenkundliche Kartierung

Um den Boden bestmöglich zu schützen müssen wir seinen Aufbau, seine Zusammensetzung und die Qualität kennen. Der Kanton Luzern verfügt über rund 58‘000 ha Böden, die gemäss Kriterien des Sachplans Fruchtfolgeflächen potentiell die Qualität von Fruchtfolgeflächen aufweisen. Seit 2009 werden Bodenkarten im Massstab 1:5‘000 im Kanton Luzern systematisch erhoben. Heute fehlen noch für 40‘000 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche parzellengenaue Bodeninformationen. 

Parzellengenaue Bodeninformationen sind gerade für die Ausscheidung von Fruchtfolgeflächen zentral. Durch die Annahme des Gegenvorschlags zur Kulturlandinitiative am 29. November 2020 erhielt der Kanton Luzern den Auftrag, Bodeninformationen zur Festlegung und zum besseren Schutz der Fruchtfolgeflächen zu erheben. So wird in § 39c Abs. 1 PBG geregelt, dass innert 10 Jahren nach dessen Inkrafttreten die Fruchtfolgeflächen vollständig zu kartieren und in den Planungsinstrumenten darzustellen sind. Die Bestimmungen des Gegenvorschlags traten per 1. Januar 2021 in Kraft. 
Konzept Bodenkartierung Luzern

Böden sind dort am meisten unter Druck, wo die grösste Siedlungsentwicklung stattfindet. Diese findet im Kanton Luzern in Übereinstimmung mit der aktuellen Raumplanung entlang der Nationalstrassen (Y-Achse) sowie um die wichtigen Regional- bzw. Subzentren Hochdorf, Willisau und Wolhusen statt.
Die aktuellen Kartieretappen enthalten die Gebiete der Gemeinden mit höchstem Siedlungsdruck.

Wie werden Böden kartiert?

Eine Bodenkartierung kann als eine Inventaraufnahme aller Böden in einem Gebiet verstanden werden. Dabei werden der Aufbau und die Eigenschaften der Böden in einem vertikalen Profil bis ca. 1.5 m Tiefe oder in einer Bohrstockprobe beschrieben. Wichtige Informationen, welche unter anderem erhoben werden sind:

  • Körnung (Ton-, Schluff- und Sandgehalt)
  • Humusgehalt
  • Bodenaufbau und Horizontschichten
  • Gründigkeit
  • Skelettgehalt
  • Vernässungseigenschaften
  • Wasserhaushalt

Mit den genannten Bodeninformationen können die Qualität und die spezifischen Eigenschaften von Böden beurteilt werden. Sie liefern wichtige Grundlagendaten für agronomische Fragestellungen oder Beurteilung von Bauprojekten. So kann eine standortgerechte Nutzung der Böden und der Schutz von wertvollen Böden gewährleistet werden.
Der generelle Ablauf einer Bodenkartierung ist vereinfacht in einem Video des Kompetenzzentrums Boden (KOBO) erklärt.

Onlinekarte Boden des Kantons Luzern

Bodenkarte

Die Onlinekarte Boden des Kantons Luzern zeigt die Beschaffenheit der Luzerner Böden.

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Hinweisflächen für anthropogene Böden

Anthropogene Böden sind Böden, die durch den Menschen in ihrem Aufbau massgeblich verändert wurden. Oft sind sie in ihrer Fruchtbarkeit beeinträchtigt.
Die Karte Hinweisflächen für anthropogene Böden bezeichnet Flächen im Kanton Luzern, auf welchen eine Veränderung des Bodenaufbaus bekannt ist oder vermutet wird. Die Karte dient als Hinweis für Abklärungen von Standorteignungen für Bodenverbesserungen. Ob sich eine Fläche tatsächlich für eine Bodenverbesserung eignet, muss zwingend anhand einer bodenkundlichen Untersuchung vor Ort abgeklärt werden. Die Aufnahme einer Fläche in die Hinweiskarte stellt keine Zusicherung für die Bewilligung einer Bodenverbesserung dar.

Mit den potentiellen Eignungsgebieten für Bodenverbesserungen zur Kompensation von Fruchtfolgeflächen wird ein Kartenwerk zur Verfügung gestellt, welches neben den Standortanforderungen auch mögliche Interessenkonflikte berücksichtigt.

Hinweisflächen für anthropogene Böden

Bodenkarte

Die Onlinekarte Boden des Kantons Luzern zeigt Hinweisflächen für anthropogene Böden.

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