Radon im Kanton Luzern

Im Kanton Luzern wurde die Radonkonzentration seit 1996 in über 2000 Wohnhäusern gemessen. Gemessen wurde in bewohnten Räumen und in Kellern. Die Radonkonzentration im Keller gibt darüber Auskunft, ob im Untergrund überhaupt Radon vorhanden ist, welches möglicherweise ins Gebäude eindringen könnte. Die Messwerte von Räumen, in denen sich Personen regelmässig während mehrerer Stunden pro Tag aufhalten wird mit dem in der Strahlenschutz-Verordnung festgelegten Richtwert verglichen.

In allen Luzerner Gemeinden besteht eine recht geringe Radonbelastung. Es sind keine Gemeinden mit erhöhtem Radonrisiko zu verzeichnen. Andererseits gibt es im ganzen Kanton vereinzelte Gebäude mit einer leicht erhöhten Radonbelastung. Bei 2 bis 4% aller Gebäude muss mit mehr als 300 Bq/m3 in bewohnten Räumen gerechnet werden. Bei diesen wären in Zukunft Massnahmen zur Senkung der Radonbelastung vorzunehmen.

Auf Grund der unkritischen Radonbelastung führt der Kanton Luzern bis auf Weiteres keine Messkampagnen durch. Als Privatperson können Sie trotzdem jederzeit Messungen durchführen lassen. Wir beraten Sie gerne.   

 

Risiken von Radon und vom Rauchen

Jährlich erkranken in der Schweiz 2'800 Menschen an Lungenkrebs, 230 Fälle davon werden dem Radon zugeschrieben. Von diesen sind lediglich 13 Personen Nichtraucher (0.5 Prozent aller Lungenkrebsfälle).

Umgekehrt ausgedrückt: Die grosse Mehrheit der Lungenkrebsfälle infolge von Radon sind Raucher. Weshalb ist das so? Ein Raucher hat ein viel (rund 25faches) höheres Lungenkrebsrisiko als ein Nichtraucher. Eine Belastung durch Radon erhöht dieses Risiko nochmals (um 16 Prozent, wenn die Radonkonzentration der Atemluft um 100 Bq/m3 zunimmt).

Rauchverbot

Grundsätzlich gilt deshalb: Mit dem Rauchen aufzuhören ist für Raucher die beste und billigste Massnahme, ihr persönliches Radon-Risiko zu senken. Auf diese Weise verringern sie ihr hohes Ausgangsrisiko für Lungenkrebs, und das radonbedingte Risiko fällt kaum mehr ins Gewicht.