Das Grundwasservorkommen im Tal der Kleinen Emme

Ausdehnung

Das Grundwasservorkommen im Tal der Kleinen Emme erstreckt sich von Wolhusen bis zur Mündung der Kleinen Emme in die Reuss (Emmenbrücke).

Hydrogeologische Verhältnisse

Im Tal der Kleinen Emme besteht der Felsuntergrund vorwiegend aus Nagelfluh, Sandsteinen und Mergeln der Oberen Süsswassermolasse. Er wird, abgesehen von einem mit Seelehmen aufgefüllten Becken zwischen Werthenstein und Blatten, meistens direkt von grundwasserführenden Emmeschottern überlagert. Der Grundwasserleiter ist im obersten Talabschnitt nur geringmächtig, erst bei Malters wird der Emmenschotter mit 12 m Mächtigkeit produktiv. Im unteren Teil des Tals ist der Emmenschotter in tieferen Felsrinnen 10 m mächtig. Der Durchlässigkeitsbeiwert (k-Wert) schwankt im ganzen Tal von 2.5 x 10-3 bis 1.5 x 10-2 m/s und der Grundwasserdurchfluss beträgt zwischen 1’200 bis 15'000 l/min. Gebietsweise wird durch Infiltration von Flusswasser der Kleinen Emme ein bedeutender Beitrag zur Grundwasserneubildung geleistet.

Wasserqualität

Der Grundwasserstrom im Tal der kleinen Emme zeigt praktisch ausnahmslos gute chemische Eigenschaften. Das Grundwasser ist mittelhart bis hart und gut belüftet. Auch in bakteriologischer Hinsicht genügt das Grundwasser den hygienischen Anforderungen.

Nutzung

Im Tal der Kleinen Emme werden jährlich 4.6 Mio. m3 Grundwasser zu Trink- und Brauchwasserzwecken gefördert, über die Hälfte von der Stadt Luzern und rund 20 Prozent von der Industrie. Die Fassungsanlagen sind mit Grundwasserschutzzonen geschützt. Zur künftigen Sicherung der Trinkwasserversorgung wurden zwei Grundwasserschutzareale ausgeschieden.