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Umwelt und Energie

Sempachersee

Kennzahlen

Einzugsgebiet Seefläche Maximale Tiefe Seepegel Volumen
61.9 km2 14.4 km2 87 m 505 m ü.M. 0.639 km3

 

Allgemeines

Der Sempachersee ist weltweit wohl einer der bestuntersuchten Seen. Drei Viertel seines Einzugsgebiets wird intensiv landwirtschaftlich genutzt. Die Wasseraufenthaltszeit ist zudem lang (15 Jahre), was zu einer geringen Verdünnung der eingetragenen Stoffe führt.

Wasserqualität

Der seit 1965 festgestellte Anstieg der Phosphorkonzentration hat zu einem erheblichen Sauerstoffmangel im Tiefenwasser geführt. Seit Mitte der 1980er Jahre wird deshalb die natürliche Zirkulation des Sees im Winter mit Druckluft unterstützt (siehe Illustrationen). Im Sommer wurde vor 1997 Sauerstoff, seit 1997 wird Druckluft feinblasig ins Tiefenwasser eingetragen, mit dem Ziel, den Sauerstoffgehalt auf über 4 mg pro Liter im Tiefenwasser zu erhöhen (4 mg = gesetzlicher Grenzwert). Träger der Seesanierung ist der Gemeindeverband Sempachersee.

Beim Sempacher- und beim Baldeggersee unterstützt der Kanton Luzern die Bemühungen der Landwirtschaft zur Reduktion der Phosphorbelastung. Um die Anforderungen bezüglich Sauerstoff im Tiefenwasser zu erreichen (4 mg/l), muss der Phosphoreintrag aus dem Einzugsgebiet weiter reduziert werden. Die natürlichen Sauerstoffverhältnisse im Tiefenwasser der beiden Seen sind jedoch noch nicht wiederhergestellt, auch die damit verbundene Naturverlaichung der Felchen konnte noch nicht beobachtet werden.

Umwelt und Energie (uwe)

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