Vom lokalen Umweltschutz zur globalen Verantwortung

Die kantonale Umweltfachstelle nahm 1960 mit dem Fokus auf Verbesserungen der Wasserqualität ihre Arbeit auf. Was seither geschah ...

1960 Amt für Gewässerschutz – Gewässerqualität verbessern

Den Gewässern im Kanton Luzern geht es schlecht. 

  • Phosphathaltige Waschmittel und Gülle gelangen in die Gewässer.
  • Die Gemeinden und der Kanton reagieren mit dem Bau von Kanälen und Kläranlagen.
  • Grosse Fischsterben 1978 und 1984 verdeutlichen die Nährstoffproblematik.
  • Der Baldegger-, Sempacher- und Hallwilersee werden ab 1982, 1984 und 1986 künstlich beatmet.
  • Die Gemeinden schliessen sich zu Gemeindeverbänden zum Schutz der Gewässer zusammen.
  • Die Gewässerschutzmassnahmen beginnen zu wirken.

1985 Amt für Umweltschutz – Umweltkatastrophen verhindern 

Das Thema Waldsterben (1983) sowie Umweltkatastrophen wie der Chemieunfall in Schweizerhalle (1986) und der Kernreaktorunfall in Tschernobyl (1986) wirken sich auf die Meinungsbildung aus. Das erste Umweltschutzgesetz (USG) tritt 1985 in Kraft. 

  • Der Grosse Rat des Kantons Luzern stellt für den Aufbau von Vollzugsinstrumenten (1985 und 1988) und für ein informatikgestütztes Informationssystem (1991) je rund 5 Millionen Franken bereit.
  • Neue Fachbereiche entstehen: Lärmschutz, Lufthygiene und Risikovorsorge.
  • Die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft und verschiedenen Branchen tragen zu breit abgestützten Lösungen bei.

2004 Dienststelle Umwelt und Energie - globale Verantwortung tragen

Die Auswirkungen des Klimawandels fordern eine globale Strategie und lokale Massnahmen. 

  • Das Amt für Umweltschutz, das Amt für Natur- und Landschaftsschutz und die Energiefachstelle werden 2004 zur Dienststelle Umwelt und Energie zusammengeschlossen (Der Fachbereich Natur und Landschaftsschutz wechselt 2009 zur Dienststelle Landwirtschaft und Wald).
  • Der Fachbereich Energie erweitert das Dienstleistungsangebot der Dienststelle.
  • Wichtigste Zukunftsthemen sind die effiziente und effektive Anwendung erneuerbarer Energien, der Schutz der natürlichen Ressourcen und geschlossene Kreisläufe bei den Rohstoffen sowie die Revitalisierung der Gewässer.