Informationen für Gemeinden und Planer/innen

Durch die Ausdehnung der Siedlungsgebiete liegen diese immer näher an Erdgashochdruckleitungen, Industrien und Verkehrswegen. In vielen Gemeinden kommt es zu Konflikten zwischen geplanten Ein- und Umzonungen, den Interessen bestehender Risiko-Betriebe und den Ansprüchen von Bevölkerung und Umwelt. Den Gemeinden fällt die anspruchsvolle Aufgabe zu, solche Konflikte frühzeitig zu erkennen und sinnvolle Lösungen zu finden.

Richtplan 2009

Im Richtplan 2009 ist festgelegt, dass Störfallrisiken und die Siedlungsentwicklung so aufeinander abgestimmt werden, dass möglichst keine neuen Risiken entstehen und bestehende Risiken tragbar bleiben.

Entscheidungshilfen für Gemeinden

  • Die Arbeitshilfe "Störfallvorsorge und Raumplanung"  hilft Ihnen, Konflikte zwischen einer geplanten Ein- oder Umzonung und einem bestehenden Risikobetrieb zu erkennen und zu lösen. Gerne unterstützen wir Sie dabei. Bei grösseren Planungsprojekten empfehlen wir Ihnen, uns möglichst vor der Vorprüfung zu kontaktieren.
  • Die Konsultationskarte "Technische Gefahren" zeigt den Gefahrenbereich um einen Risikobetrieb bzw. eine -anlage, in dem Risikokonflikte auftreten können.

Risikovorsorge bei Ein- und Umzonungen

Eine Gemeinde schützt ihre Bevölkerung vor technischen Risiken, indem sie Wohn- und Arbeitszonen oder Gebäude, in denen sich viele Personen aufhalten (z.B. Einkaufscenter, Spital, Sportanlage), nicht in der Nähe von bestehenden Risikobetrieben oder -anlagen (mit Personengefährdung) ansiedelt.

Auch für einen bestehenden Betrieb ist wichtig, dass nicht plötzlich mehr Personen in seiner Umgebung leben und arbeiten. Denn wenn sich die Anzahl Personen erhöht, die von einem Unfall im Betrieb betroffen sein könnten, muss ein Betrieb seine Sicherheitsmassnahmen erhöhen - auch wenn sich im Betrieb selber nichts geändert hat.

Geeignete Standorte für neue Risiko-Betriebe

Um Mensch und Umwelt vor technischen Risiken zu schützen, unterstützen die Gemeinden Risiko-Betriebe bei der Suche nach einem geeigneten Standort. Dieser liegt je nach Risikosituation im Betrieb möglichst abseits von Wohn- und Arbeitszonen sowie in genügendem Abstand zu Gewässern und Trinkwasserfassungen.