Zuständigkeiten

Anlagen bis 40 kW Feuerungswärmeleistung 

Anlagenbetreiber

Er/Sie wird von der Administrationsstelle der Gemeinde schriftlich aufgefordert, einen Feuerungskontrolleur zu beauftragen, und hat während eines Kalenderjahres Zeit, einen Feuerungskontrolleur aus der Zulassungsliste auszuwählen und die Kontrolle durchführen zu lassen. Die Zulassungsliste ist auf der Website der Geschäftsstelle Feuerungskontrolle aufgeschaltet: www.gesch-feuko.ch. Falls das Jahr ungenutzt verstreicht, führt der von der Gemeinde gewählte Feuerungskontrolleur die Kontrolle von Amtes wegen durch.
Der Anlagenbetreiber gewährt dem Feuerungskontrolleur Zutritt zur Feuerungsanlage und zum Brennstofflager und belässt im Feuerraum etwas Asche für die Probenahme. Er/Sie trägt die anfallenden Kosten gemäss dem Verursacherprinzip.

Feuerungskontrolleur

Er/Sie überprüft, ob in der Feuerungsanlage ausschliesslich trockenes Waldholz verwendet wird. Dazu beurteilt er/sie das Brennstofflager und entnimmt der Feuerung Asche. Sollte keine Asche vorhanden sein oder stellt sich heraus, dass Kehricht oder Altholz verbrannt wurde, sucht der Feuerungskontrolleur das Gespräch mit dem Anlagenbetreiber. Nach erfolgter Kontrolle klebt er/sie die Vignette auf den Rapport und auf den Aschebehälter. Wir gehen davon aus, dass in der Regel der örtliche Kaminfeger die Aschenprobe vor seiner ordentlichen Reinigungsarbeit entnimmt.

Gemeinde

Sie ist für die administrative Organisation zuständig und kann diese an eine Administrationsstelle delegieren. Falls eine Aschenprobe beanstandet wird oder keine Asche entnommen werden konnte, erfolgt durch die Administrationsstelle als erstes eine schriftliche Beanstandung. Wird die Asche ein zweites Mal beanstandet oder fehlt sie ein zweites Mal, erstattet die Gemeinde Anzeige - mit entsprechenden finanziellen Konsequenzen für den Anlagenbetreiber.

Administrationsstelle der Gemeinde

Sie unterhält einen Anlagenkataster, fordert die Anlagenbetreiber zur Kontrolle auf und verwarnt sie bei der ersten beanstandeten Aschenprobe. Alle Anlagenbetreiber erhalten eine Rückmeldung.
Die Administrationsstelle verwarnt die Anlagenbetreiber, wenn die Rostasche ein erstes Mal fehlt, und überprüft, ob die regelmässig benutzten Feuerungen alle zwei Jahre kontrolliert werden. Wo dies nicht der Fall ist, übernimmt der von der Gemeinde gewählte Feuerungskontrolleur die Kontrolle von Amtes wegen.
Die Administrationsstelle trägt das Ergebnis der Aschenanalyse in die Datenbank ein.

Geschäftsstelle Feuerungskontrolle

Sie gibt Vignetten und anderes Vollzugsmaterial heraus, führt die Liste der zugelassenen Feuerungskontrolleure und führt im Auftrag der Umweltschutzämter qualitätssichernde Massnahmen durch.

Labor

Das Labor nimmt die Rapporte und Aschenbehälter entgegen, analysiert alle Aschenproben visuell sowie einen Teil davon chemisch (auf Grund eines Stichprobenkonzeptes nach Vorgabe der Umweltschutzämter) und behält von den beanstandeten Aschenproben ein Muster zurück.

Umweltschutzfachstellen der Zentralschweiz

Sie üben die Aufsicht über die Feuerungskontrolle aus, setzen Rahmenbedingungen für die Gemeinden und Feuerungskontrolleure und sind verantwortlich für Controlling und Qualitätssicherung.

 

Anlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von 40 bis 70 kW

Anlagenbetreiber

Er/Sie wählt aus der Zulassungsliste einen Feuerungskontrolleur aus. Die Wahlfreiheit besteht während einem Jahr und dauert vom 1. Januar bis 31. Dezember. Die Anlagebetreiber tragen die anfallenden Kosten (Verursacherprinzip).

Feuerungskontrolleur

Er/Sie überprüft alle zwei Jahre, ob die Anlage die vorgeschriebenen Grenzwerte einhält.

Gemeinde

Sie ist für die administrative Organisation der Feuerungskontrolle zuständig. Sie kann die Administration an die Geschäftsstelle Feuerungskontrolle, an den Kaminfegermeister-Verband oder an einen Feuerungskontrolleur delegieren. 

Geschäftsstelle Feuerungskontrolle

Sie übernimmt auf Wunsch der Gemeindebehörde administrative Aufgaben. In diesem Fall fordert sie die Anlagebetreiber zur Kontrolle auf, gibt Vignetten u.a. heraus, unterhält einen Anlagekataster und ist für die Qualitätssicherung zuständig (z.B. Überprüfung der Messgeräte).

Kanton

Die kantonale Dienststelle Umwelt und Energie (uwe) übt die Oberaufsicht über die Feuerungskontrolle aus, setzt Rahmenbedingungen für Gemeinden und Feuerungskontrolleure, ist verantwortlich für Controlling und Qualitätssicherung und erteilt provisorische Zulassungen für Feuerungskontrolleure. Mit der Vignette von 35 Franken (exkl. MWSt), welche auf jeden Messrapport geklebt werden muss, sind alle administrativen Kosten von uwe und der Gemeinde gedeckt.