Häufig gestellte Fragen

  • Was will der Kanton Luzern?

    Der Kanton Luzern hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamt-Energieverbrauch bis 2030 gegenüber dem Jahr 2005 zu verdoppeln. Das bedeutet, dass in Zukunft auch der Energieträger Holz vermehrt zum Einsatz kommen wird. Holzenergie Schweiz schreibt, ein langfristiges Ziel der Holzenergieförderung könnte die Verdoppelung der Nutzung von 1990 sein.
    Damit sich die Luftqualität nicht verschlechtert, setzt der Gesetzgeber vermehrt auf Prävention und verlangt von den Anlagenbetreibern, dass sie ihre Anlage regelmässig kontrollieren bzw. die Anlagenwerte messen lassen.

  • Ist denn Holz nicht umweltfreundlich?

    Der CO2-neutrale Energieträger Holz ist aus umwelt- und energiepolitischer Sicht insgesamt positiv zu bewerten. Die Förderung von Holz als Brennstoff ist das eine, Holzfeuerungen bergen aber, wenn sie falsch betrieben werden, auch Risiken für die saubere Luft.
    Werden Holzfeuerungen dazu missbraucht, Kehricht oder Altholz zu entsorgen, entweichen grosse Mengen giftiger Substanzen (z.B. Salzsäure, Dioxin). Diese belasten die Luft, schlagen sich im Boden der Umgebung nieder und führen zu Schäden an der Feuerung. Das Verbrennen von Abfällen in Holzfeuerungen belastet somit die Umwelt und ist verboten.
    Ein anderes Problem ist der ungünstige Betrieb von Holzfeuerungen. Dazu zählen feuchtes Holz, mangelnde Luftzufuhr oder ein überfüllter Brennraum. Holzfeuerungen, die falsch betrieben werden oder nicht dem Stand der Technik entsprechen, sind eine Feinstaubquelle und tragen deshalb vor allem im Winter wesentlich zum Feinstaub-Problem bei.

  • Wie oft muss eine Holzfeuerung mit einer Kesselleistung von 35 bis 61 kW gemessen werden?
    Alle zwei Jahre (wie Öl- und Gasfeuerungen).
  • Wie viel kostet eine Messung bzw. Kontrolle?

    Die administrativen Kosten von Gemeinden und Kanton werden mit der Vignette von 35 Franken (exkl. Mehrwertsteuer) gedeckt.
    Hinzu kommt die Arbeit der Feuerungskontrolleure vor Ort, deren Kosten dem Markt unterliegen. Erfahrungsgemäss kostet eine Aschekontrolle zwischen 50 und 150 Franken, eine Kohlenmonoxid-Messung zwischen 200 und 500 Franken.

  • Wer kann Holzfeuerungen messen bzw. kontrollieren?

    Holzfeuerungen können von allen zugelassenen Feuerungskontrolleuren gemessen bzw. kontrolliert werden. Die entsprechende Liste ist auf der Website der Geschäftsstelle Feuerungskontrolle aufgeschaltet (www.gesch-feuko.ch).

  • Was, wenn der Besitzer einer messpflichtigen Holzfeuerung nichts tut?

    Die Administrationsstelle der Gemeinde überprüft, ob die Feuerungen alle zwei Jahre gemessen werden. Wo dies nicht der Fall ist, übernimmt der von der Gemeinde gewählte Feuerungskontrolleur die Kontrolle von Amtes wegen.

  • Warum müssen alle bezahlen, auch wer sich richtig verhält? (Betrifft v.a. das Verbrennen von Abfall in Holzfeuerungen)

    Nach dem Verursacherprinzip müssen diejenigen die Kosten tragen, die sie auch verursachen. Die Kontrollpflicht entsteht aufgrund des regelmässigen Betriebs einer Feuerungsanlage und nicht erst durch die Verbrennung von unzulässigen Brennstoffen.
    Natürlich müsste der Gesetzgeber keine Kontrollpflicht der Brennstoffe vorschreiben, wenn niemand oder nur ganz wenig Leute Abfall oder andere ungeeignete Brennstoffe verbrennen würden. Anonyme Stichproben aus 500 Feuerungsanlagen im Jahr 2003 lieferten aber den Hinweis, dass dies nicht der Fall ist. Rund zwei Drittel der Ascheproben wiesen auf die Verwendung ungeeigneter Brennstoffe hin.
    Es ist auch nicht möglich, die gesamten Kosten der Feuerungskontrolle allein den Fehlbahren zu überwälzen, weil es sich rechtlich um eine Gebühr und nicht um eine Busse handelt.