Erdwärme/Geothermie

Erdwärmenutzung (bis 400 m Tiefe)

Die Erdwärmenutzung reicht bis in eine Tiefe von 400 m. Aufgrund der hier herrschenden Temperaturen von rund 10 bis 22 °C erfolgt die Wärmenutzung gewöhnlich mit Wärmepumpen.

Online-Karte
Die Online-Karte "Erdwärmenutzung" zeigt, wo im Kanton Luzern Anlagen zur Erdwärmenutzung zulässig, wo besondere Vorkehrungen zu treffen und wo Anlagen nicht zulässig sind (bitte beachten Sie den Datenbeschrieb zu den farbigen Flächen).

Gesuchsformulare
Den Grundbuchplan im Massstab 1:500 oder 1:1000 können Sie unter der Rubrik „drucken“ als PDF herunterladen. Stellen Sie uns bitte das ausgefüllte Gesuchsformular zusammen mit dem Plan zu, auf dem der Bohrstandort genau eingetragen ist.

Bewilligungspflicht
Erdwärmesonden erfordern eine gewässerschutzrechtlichen Bewilligung. Sind Interessen der Öffentlichkeit oder von Nachbarn betroffen (Unterabstände zu Wald, zu Strassen, sowie zu Gewässer) ist ein Baubewilligungsverfahren notwendig. Im Abstand von unter 20 Metern zu Eisenbahnlinien und Nationalstrassen inklusive Tunnels sowie von Gashauptleitungen (über 1 bar Druck) ist eine Vorabklärung bei der Dienststelle Raum und Wirtschaft (rawi) notwendig.  

 

Geothermie (über 400 m)

Die Geothermie erschliesst den Bereich ab 400 bis über 5'000 m unter der Erdoberfläche. Dabei wird aus der Tiefe Wasser mit Temperaturen zwischen 40 und 150 °C hochgepumpt, das an der Oberfläche entweder zu Heizzwecken genutzt oder in Strom umgewandelt wird.

 

Verfahren

Grundwassernutzung:
Bewilligungs- oder konzessionspflichtig, je nach Entnahmemenge

Nutzung von Oberflächengewässern:
Bewilligungs- oder konzessionspflichtig, je nach Entnahmemenge

Erdwärmesonden:
Bewilligungspflichtig im ganzen Kantonsgebiet

Energiepfähle:
Bewilligungspflichtig im Gewässerschutzbereich Au

Erdregister und Erdwärmekörbe:
Bewilligungspflichtig in Grundwasserschutzzonen und im Gewässerschutzbereich Au, in den „übrigen Bereichen“ meldepflichtig

Geothermie (über 400 m):
Konzessionspflichtig im ganzen Kanton