Nachweis der energetischen Massnahmen (Energienachweis)

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  • Formulare für den Energienachweis
    Für den Kanton Luzern gibt es ein Hauptformular, das alle kantonsspezifischen Sachverhalte enthält. Mit diesem Hauptformular wird zusammengestellt, welche weiteren Formulare benötigt werden.
  • Provisorisches Minergie-Zertifikat ersetzt Wärmeschutznachweis

    Das provisorische Minergie-Zertifikat ersetzt bei reinen Wohnbauten den gesetzlichen Wärmeschutznachweis, sofern das Zertifikat rechtzeitig vorliegt. Reine Wohnbauten sind in der Regel Ein- oder Mehrfamilienhäuser (Gebäudekategorien I und II nach SIA 380/1).

    Ersetzt das Minergie-Zertifikat den gesetzlichen Wärmeschutznachweis, ist der Gemeinde eine Kopie der Minergie-Gesuchsunterlagen zu senden. Wenn der Gemeinde spätestens bei der Schnurgerüstabnahme kein geprüfter Wärmeschutznachweis vorliegt (bzw. ein provisorisches Minergie-Zertifikat), kann die Gemeinde einen Baustopp veranlassen.

  • Vollzugshilfen Kanton Luzern (Energieordner)

    SRL 774, Abs. 1 lit. e

    Der Vollzug des gesetzlichen Wärmeschutzes von Gebäuden ist Aufgabe der Gemeinden. Ein wichtiges Hilfsmittel sind die Vollzugshilfen des Kantons Luzern, insbesondere bei kantonalen Vorgaben (z.B. zur Ausnützungsziffer):

    Jede Gemeinde bestimmt einen Kontrollbeauftragten, dessen Aufgabe es ist, die Wärmeschutznachweise fachlich zu prüfen. Die jährliche Aus- und Weiterbildung der Kontrollbeauftragten erfolgt durch die Dienststelle Umwelt und Energie in Zusammenarbeit mit externen Ingenieurbüros.
    Liste der Kontrollbeauftragten

  • Vollzugshilfen MuKEn

    Die Kantone haben eine gemeinsame energiepolitische Strategie entwickelt. In diesem Zusammenhang sind die "Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich" (MuKEn) erarbeitet worden. Um den Vollzug der Vorschriften zu vereinheitlichen, gibt es Vollzugshilfen:
    Weitere Informationen

  • Anwendung Norm SIA 380/1

    Der Schweizerische Ingenieuren- und Architektenverein SIA hat die durch ihn überarbeitete Norm 380/1:2016 "Heizwärmebedarf" mit Gültigkeit ab 1. Dezember 2016 publiziert und in Kraft gesetzt. Für den Kanton Luzern gelten die folgenden Bestimmungen: 

    • Die Anwendung der Norm SIA 380/1:2009 ist für den Nachweis des Wärmeschutzes von Gebäuden und für den Nachweis energetischer Massnahmen über den Höchstanteil nicht erneuerbarer Energie weiterhin zulässig.

    • Die Anwendung der Norm SIA 380/1:2016 ergibt in der Regel leicht schärfere Anforderungen als mit der Norm 380/1:2009 und kann deshalb auch verwendet werden. Eine Vermischung der Rechenwerte 2016 und Grenzwerte 2009 ist nicht zulässig. Für den Nachweis energetischer Massnahmen (Energienachweis) über den Höchstanteil nicht erneuerbarer Energie ist EN-1 und für den winterlichen Wärmeschutz ist EN-2 zu verwenden.

    • Die Verwendung der Formulare für den Energienachweis mit den neuen, dreistelligen Bezeichnungen (EN-101 bis EN-141) ist nicht zulässig. Diese können erst eingesetzt werden, wenn die aktuelle Energiegesetzgebung des Kantons angepasst wurde. Eine entsprechende Anpassung im kantonalen Recht soll im Zuge der bevorstehenden Revision des Energiegesetzes und der zugehörigen Verordnung erfolgen.