Schadstoffe im Boden

Anders als Wasser oder Luft kann man Boden nicht reinigen, ohne seine über Jahrtausende gewachsene Struktur zu zerstören. Viele Schadstoffe werden im Boden angereichert. Problematisch sind Schwermetalle und organische Schadstoffe, da sie nicht oder nur sehr langsam abgebaut werden. Ab einer gewissen Menge sind sie für die Bodenlebewesen schädlich. Die Erneuerung der Bodenstruktur ist dann nicht mehr gewährleistet, und die Bodenfruchtbarkeit nimmt ab.

Schadstoffe werden von Pflanzen aufgenommen und schädigen sie, oder sie gelangen über Pflanzen oder das Trinkwasser in den Nahrungskreislauf und können Tieren und Menschen Schaden zufügen.

Potenziell belastete Böden

Anhand von bekannten Schadstoffemittenten (z.B. Schiessanlagen, Tanklager, Strassen oder Rebberge) können vermutlich schadstoffbelastete Böden erkannt und kartografisch dargestellt werden. Eine Karte mit potenziell belasteten Böden im Kanton Luzern ist in Arbeit.

Familiengärten

Im Kanton Luzern werden etwa 50 Familiengartenareale bewirtschaftet. Aus unterschiedlichen Gründen kann der Boden mit Schadstoffen belastet sein.
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Schiessanlagen

In der Schweiz gelangen durch das obligatorische und das private Schiessen pro Jahr über 200 Tonnen Blei in die Umwelt. Um Bevölkerung und Umwelt vor Schäden zu schützen müssen gesetzliche Auflagen erfüllt und Massnahmen umgesetzt werden, z.B. Nutzungseinschränkungen, Totalsanierungen und der Einbau künstlicher Kugelfangsysteme. Die Eigentümer von Schiessanlagen werden bei Sanierungen unterstützt.
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Korrosionsschutz

Wird ein Korrosionsschutzanstrich erneuert, können die dabei frei werdenden Schadstoffe die Umwelt stark belasten. Mit entsprechenden Massnahmen kann dies jedoch verhindert werden.
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Lysimeter

Ein Lysimeter ist ein Gerät zur Ermittlung von Bodenwasserhaushaltsgrößen (Versickerungsrate, Verdunstung) und zur Beprobung von Bodensickerwasser.
ETH Zürich (Informationen auf Englisch)
Anlage Horw (Informationstafel)