Kugelfangsysteme

Schiessanlagen, die nach 2012 (Anlagen in Grundwasserschutzzonen) bzw. 2020 weiter betrieben werden, müssen gemäss Art 32e des Umweltschutzgesetzes bis zur Schiesssaison 2013 bzw. 2020 mit Kugelfangsystemen (KFS) ausgerüstet werden, damit bei einer späteren Sanierung Beiträge aus dem VASA-Fonds des Bundes beansprucht werden können. Der Einbau von KFS verhindert den Eintrag von Antimon, Blei und anderen Schadstoffen in die Umgebung.

Verantwortung

Der Einbau und Unterhalt der Kugelfänge bei 300 m-Schiessanlagen liegt gemäss Schiessanlagenverordnung in der Verantwortung der Gemeinden.

Baubewilligungsverfahren

Beim Einbau eines KFS handelt es sich um den Umbau einer bestehenden Anlage, der ein Baugesuch erfordert. Im Rahmen der Vernehmlassung nehmen die Dienststelle Umwelt und Energie (uwe), der Eidg. Schiessoffizier und, falls Wald betroffen ist, die Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa) Stellung.

Auflagen Bodenschutz / Altlasten

Ein natürlicher Kugelfang und seine Umgebung sind stark belastet und im Kataster der belasteten Standorte (KbS) eingetragen. Deshalb empfehlen wir, im Zuge des Einbaus von neuen KFS, den ehemaligen Kugelfang zu sanieren. Wird beschlossen, den Kugelfang zu einem späteren Zeitpunkt zu sanieren, ist sicherzustellen, dass beim Einbau des KFS:

  • Kein belastetes Material verschoben und mit weniger belastetem Material vermischt wird.
  • Eine spätere Sanierung nicht behindert wird.

Im Bereich hinter den Scheiben ist nach unserer Erfahrung mit Belastungen von 500 bis 2000 mg/kg Blei zu rechnen. Material, das beim Aushub der Fundamente anfällt, ist deshalb unter dem VeVA-Code 170505 als Sonderabfall in einer zur Entgegennahme berechtigen Anlage zu entsorgen.