Bauen auf belasteten Standorten

Bauen auf belasteten Standorten ist grundsätzlich möglich. Gemäss Altlasten-Verordnung darf jedoch nur gebaut werden,  

  • wenn der Standort nicht sanierungsbedürftig ist und durch das Vorhaben nicht sanierungsbedürftig wird;
  • wenn die spätere Sanierung nicht wesentlich erschwert wird oder wenn der Standort mit dem Bauvorhaben gleichzeitig saniert wird.

Wer auf einem belasteten Standort mit Untersuchungs-, Überwachungs- oder Sanierungsbedarf bauen will, muss die Belastungssituation und allfällige Massnahmen vor der Baueingabe abklären lassen. Bei Standorten ohne Untersuchungs-, Überwachungs- oder Sanierungsbedarf ist spätestens mit der Baueingabe ein Aushub- und Entsorgungskonzept (AEK) zur Genehmigung einzureichen.


Aushub und Entsorgung

Wenn verschmutztes Aushubmaterial anfällt, muss die Bauherrschaft gemäss Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (VVEA) spätestens mit der Baueingabe ein Aushub- und Entsorgungskonzept (AEK) einreichen. Darin sind Angaben über Art, Menge und Qualität der anfallenden Abfälle sowie über die vorgesehene Entsorgung zu machen. Das AEK wird im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens von der Dienststelle Umwelt und Energie genehmigt.

Falls weniger als 300 m3 verschmutztes Aushubmaterial (fest) sowie keine Sonder- und Flüssigabfälle anfallen, kann auf das AEK verzichtet werden. Anstelle dessen ist mit der Baueingabe das beauftragte Altlastenbüro mitzuteilen. In beiden Fällen ist spätestens 3 Monate nach Abschluss der Aushubbegleitung der Dienststelle Umwelt und Energie ein Schlussbericht einzureichen. 

Entsorgungsgenehmigung via Internet (EGI)
Entsorgungserklärung für Bauabfälle