Untersuchen, Überwachen, Sanieren

Voruntersuchung

Für einen untersuchungsbedürftigen Standort ist gemäss Altlasten-Verordnung eine Voruntersuchung durchzuführen, bei welcher die Betroffenen in Zusammenarbeit mit einem Altlastenberater die Grundlagen für die Beurteilung des Überwachungs- und Sanierungsbedarfs erheben. Die Voruntersuchung besteht in der Regel aus einer historischen und einer technischen Untersuchung. 

Aufgrund dieser Resultate beurteilt die Dienststelle Umwelt und Energie den Standort gemäss den Kriterien der Altlasten-Verordnung. Zeigt die Voruntersuchung, dass der Standort weder überwachungs- noch sanierungsbedürftig ist, endet das altlastenrechtliche Verfahren. Wird er als überwachungs- oder sanierungsbedürftig beurteilt, muss bei der Dienststelle Umwelt und Energie ein Überwachungskonzept beziehungsweise ein Pflichtenheft für die Detailuntersuchung eingereicht werden.


Detailuntersuchung

Hat sich bei der Voruntersuchung gezeigt, dass der belastete Standort sanierungsbedürftig ist, so kann die Behörde gemäss Altlasten-Verordnung vom Sanierungspflichtigen eine Detailuntersuchung verlangen. Die Detailuntersuchung soll genaue Angaben Daten über Art, Ausmass und Lage der Belastung sowie über deren mögliche Einwirkungen machen. Sie zeigt auch auf, wie dringlich eine Sanierung ist und gibt Auskunft für die Sanierungsziele.

Überwachung

Ein überwachungsbedürftiger Standort weist ein hohes Gefährdungspotenzial auf, ohne dass er momentan sanierungsbedürftig ist. Solche Standorte sind so zu überwachen, dass ein allfälliger Sanierungsbedarf so früh wie möglich erkannt wird. Auch sanierungsbedürftige Standorte müssen solange überwacht werden, bis die Sanierungsziele erreicht sind.

Sanierung

Ein sanierungsbedürftiger Standort ist eine Altlast im rechtlichen Sinn. Solche Standorte müssen innerhalb einer angemessenen Frist nach den Vorgaben des Umweltschutzgesetzes und der Altlastenverordnung saniert werden.

Für Sanierungsprojekte und -berichte gelten die Vollzugshilfen BAFU. Ablauf und Berichterstattung bedürfen einer regelmässigen Rücksprache mit der Dienststelle Umwelt und Energie.